aktualisiert: 05.01.2018

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AKTUELLES

Liebe Tierfreunde,
wir wünschen allen 2- und 4 Beinern ein tolles Jahr 2018, viel Gesundheit, Glück und vor allem viele Leckerchen.
Wir möchten uns an dieser Stelle vielmals für die Weihnachtsaktionen vom Futterhaus und Freßnapf bedanken. Da kommen jedes Jahr wirklich viele tolle und dringend benötigte Spenden zusammen.
Auch ein riesengroßes  Dankeschön an das IDEXX-Labor in Ludwigsburg. Durch einen Aufruf  der Hotline des Labors, vor allem durch die Mitarbeiter der Hotline Tina, Sarah und Jennifer, bezüglich einer Weihnachtsaktion für unser Tierheim, kam ein riesiger Berg von Spenden zusammen. Unsere Fellnasen freuen sich sehr darüber. Vielen Dank für diese Unterstützung!

IDEXX Labor

Euer Tierheim-Team

Nachfolgend möchten wir Ihnen zum Igelschutz im Winter einige wichtige Tipps geben,
die Sie besonders auch mit Ihren Kindern durchsprechen sollten:

Igel dürfen nicht gefangen werden!

Auch das Naturschutzrecht verbietet das Einfangen von jungen Igeln, denn Igel gehören zu den besonders geschützten Tierarten. Diesen darf nach dem Gesetz weder nachgestellt noch dürfen sie gefangen, verletzt oder getötet werden; ihre Nist-, Wohn- oder Zufluchtstätten dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Nur verletzte oder kranke Tiere dürfen aufgenommen werden, um sie gesund zu pflegen. Diese Tiere sind jedoch unverzüglich in die Freiheit zu entlassen, sobald sie sich dort selbständig erhalten können. Ein Verstoß gegen diese Vorschriften stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer hohen Geldbuße bestraft werden.

Soll man Igel füttern?

Wenn die oben genannten Maßnahmen getroffen wurden, ist eine Igelfütterung normalerweise nicht nötig. Wenn man trotzdem seinem kleinen Freund eine Wohltat erweisen will, muss man daran denken, wovon sich der Igel natürlicherweise ernährt, nämlich hauptsächlich von Käfern, Raupen, Regenwürmern und Schnecken. Deshalb eignen sich am ehesten angebratenes Hackfleisch oder rohes Hühnerklein. Auch mit Dosenfutter für Hunde oder Katzen kann gefüttert werden vermischt mit etwas Haferflocken, auch Trockenfutter von Katzen wird gerne genommen. Damit Ihre Hauskatze dem nächtlichen Gast nicht seine Häppchen stiehlt, empfiehlt es sich, die Futterschüssel abzudecken (z. B. mit einer kleinen, umgekehrten Obsthorde, die man oben beschwert).Die Futtermenge sollte je nach Größe des Igels zwei bis drei gehäufte Esslöffel pro Tag nicht übersteigen. Zusätzlich kann noch etwas nicht gewürztes Rührei gegeben werden. Die beste Fütterungszeit ist abends, da Igel nachtaktive Tiere sind. Nicht vergessen werden sollte ein standfestes Schälchen mit frischem Wasser. Füttern Sie einem Igel bitte niemals Milch!!! Davon bekommt der Igel Durchfall, der für ihn tödlich sein kann. Für Igel, die Sie in Ihrem Garten überwintern lassen wollen gilt: auch wenn der neue Hausgast das Futter nicht mehr annimmt und offensichtlich in den Winterschlaf gegangen ist, sollten Sie sicherheitshalber noch zufüttern. Hierfür bieten sich dann diverse Igel-Trockenfutter an oder auch Katzentrockenfutter, die unbeschränkt stehen bleiben können. Denn vielleicht weckt den Igel sein knurrender Magen oder spielende Kinder oder Hunde stöbern ihn auf, auch steigende Temperaturen können ihm gefährlich werden. Findet er nach dem Kräfte zehrenden Prozess des Aufwachens kein Futter vor, waren Ihre früheren Bemühungen vergeblich.

Igel halten Winterschlaf

Meist suchen Igel im November bei lang andauernden Bodentemperaturen um Null Grad ihre Winterquartiere zum Winterschlaf auf. Das Nest wird oft in eine Erdmulde sehr kompakt gebaut. Das kugelförmige Innere wird mit einer Schicht aus Laub und Gras so ausgekleidet, dass kein Wasser eindringen kann. Das Nest schützt den Igel ausreichend vor Feuchtigkeit und Kälte. Während der Winterruhe nimmt der Igel keine Nahrung zu sich. Im Frühjahr werden die Igel nur zögernd munter und ziehen sich im April/Mai bei Schlechtwetterperioden für längere Zeit wieder in ihre Nester zurück. Der natürliche Lebensrhythmus des Igels wird von der Länge des Tages, der Bodentemperatur und der Feuchtigkeit gesteuert.

Igelquartier

Der Igel ist ein Bewegungstier. Je nach Nahrungsangebot umfasst sein nächtliches Bewegungsareal bis zu 3 Fußballfelder. Dem von Ihnen aufgenommenen Igel können Sie einen solchen Platz natürlich nicht bieten. Das erforderliche Gehege sollte aber mindestens 1,5 qm betragen und 50 cm hoch sein. Es ist dabei unerheblich, ob Sie dieses Gehege aus Hartfaserplatten, festen Brettern oder zusammengestellten, durchgängigen Kartons bauen. Nicht geeignet sind jedoch Drahtgehege. Als Tierquälerei sind Badewannen, Aquarien, alte Duschwannen und dergleichen anzusehen.

Das Gehege wird mit alten Zeitungen ausgelegt, die täglich gewechselt werden muss. Nicht verwendet werden dürfen Katzenstreu, Vogelsand, Sägemehl, Sägespäne, Stroh, Styropor oder andere Kunstmaterialien. Auch Laub ist ungeeignet, da es keine Feuchtigkeit aufnimmt, der Igel somit in seinem eigenen Urin sitzt und sich die Füße verätzen kann. Als Schlafhaus stellen Sie dem Igel einen kleinen Karton (DIN A4-Format) mit einem 10x10cm Eingang in das Gehege. Der Karton wird gefüllt mit zerrissener Küchenrolle / Toilettenpapier, zerrissener Zeitung oder Papierstreifen aus dem Reißwolf (nicht quer geschnittenes, nur Längsstreifen). Folien- und Hochglanzpapier (z.B. Illustrierte) sind weder für das Gehege noch für das Häuschen geeignet.

Futter- und Wassernapf stellen Sie bitte direkt in das Gehege. Als Wassernapf eignen sich Blumenuntersetzer aus Ton / Porzellan oder flache Kompottschalen, nicht aber Plastiknäpfe, da diese sofort umgeworfen werden. Für das Futter können Sie eine alte Untertasse verwenden. Plastik ist auch hier ungeeignet, da besonders junge Igel häufig in den Tellerrand beißen. Bei Tieren unter 300 g Gewicht muss das Gehege in einem warmen Raum untergebracht werden, danach sollte das Gehege umgesetzt werden in einen kalten Raum z.B. Keller (nicht Ölkeller), Terrasse oder Balkon. Ungeeignet ist im Allgemeinen die Garage, da hier Benzin- und Öldünste auftreten.

Nach dem Winterschlaf im Garten

Die ersten frühen Tulpen schließen ihre Blütenkelche, die Sonne verschwindet am Horizont, und die Kühle der Nacht ist bereits spürbar. Doch die Zeit der Nachtfröste ist vorbei, nur selten noch sinken die nächtlichen Temperaturen unter + 10°C.

Ein leises Rascheln unter dem alten Laubhaufen, vorsichtig schiebt sich ein spitzes Schnäuzchen hervor - der Igel verlässt sein Nest. Während des Winterschlafs hat er etwa
30 % seines Gewichtes verloren, und das Aufwachen hat ihn nochmals viele Energiereserven gekostet. Nun knurrt ihm gewaltig der Magen. Doch gerade in diesen ersten Frühlingstagen (Ende April/Anfang Mai) ist das natürliche Nahrungsangebot für unseren stachligen Freund – Schnecken, Würmer, Käfer und andere Insekten - noch sehr gering, und so mancher "Gartenfreund" beseitigt beim großen Frühjahrsputz auch noch die letzten mageren Happen.

So helfen Sie dem nützlichen Gartenbewohner über die kargen Frühlingswochen:

Richten Sie an einem leicht zu reinigenden Plätzchen (z. B. Ihrem Plattenweg oder der überdachten Terrasse) eine Futterstelle ein. Da der Igel als Insektenfresser einen hohen Eiweißbedarf hat, besteht die Hauptnahrung immer aus Fleisch (Hund-/Katzenfutter aus der Dose), dem noch Hundeflocken, Vitamintropfen (z. B. Multibionta) und (in Form von Weizenkleie und/oder Haferflocken) auch Ballaststoffe zugefügt werden. Und um die lästigen Zecken fernzuhalten, fügen Sie bitte noch ½ Teelöffel Leinöl hinzu.

Rechnen Sie pro Igel etwa 5-6 gehäufte Esslöffel. Das Futter war ausreichend, wenn sich morgens noch ein kleiner Rest im Napf befindet. Die restliche Mischung können Sie in einzelnen Portionen einfrieren. Als "Nachtisch" oder Leckerli sind bei den Stachelrittern spezielles Igel- oder Katzentrockenfutter, ungesalzene klein gehackte Nüsse, 1/2 Avocado, 1-2 Weintrauben, 1 Scheibchen Banane, etwas Quark (ungewürzt), ungeschwefelte Rosinen, klein geschnittener Hartkäse, ungewürztes Rührei (2 Eier pro Tier), gekochte Hühnerflügel und -hälse (mit Knochen, für den Igel sehr wichtige Kaunahrung!) sehr beliebt.

Damit dem Igel seine Häppchen nicht von herumstreunenden Katzen gestohlen werden, sollten Sie den Futternapf wieder abdecken (umgedrehte Obsthorde, die oben beschwert wird, oder einen alten Unterteller auf den Futternapf legen). Zu trinken bekommt der Igel selbstverständlich wieder nur Wasser, niemals Milch!

Sie haben im Herbst einen hilfsbedürftigen Igel aufgenommen und überwintert? Dann ist auch für diesen jetzt der Zeitpunkt der Freiheit gekommen.

Stellen Sie bitte sein Schlafhaus am späten Nachmittag an eine gut geschützte Stelle Ihres Gartens, z. B. unter die Buchenhecke, verdeckt neben den Komposthaufen oder unter den Brombeerstrauch. Die meisten Igel genießen gern noch das Geborgenheitsgefühl, das dieser vertraute Platz ihnen gibt; ein neues Nest suchen sie sich oft erst nach einigen Tagen. Nach etwa 1 Woche kontrollieren Sie das Häuschen: sollte es leer sein, werfen Sie es einfach weg. Wundern Sie sich aber nicht, wenn Ihr Igel noch immer dort schlafen sollte - manche fühlen sich so wohl darin, dass sie auch noch länger im Häuschen verbleiben.

Da viele "Überwinterer" bereits als Kleintiere aufgenommen wurden, müssen sie das "Beute machen" erst erlernen. In dieser Zeit (etwa 2-3 Wochen) ist der Igel weiterhin auf Ihre Fütterung angewiesen (siehe oben).

Bei Ihrem abendlichen Gang durch den Garten achten Sie jetzt bitte ganz besonders auf Gefahren für den stachligen Freund: offen stehende Kellerfenster, ungesicherte Lichtschächte, Gartenteiche und Swimmingpools (Ausstiegshilfen in Form einer "Hühnerleiter" oder mit einem Stück Maschendraht schaffen!), tiefe Bodenaushube u. ä. mehr. Natürlich ist es für Sie selbstverständlich, den alten Reisighaufen vor dem Verbrennen erst umzusetzen und den Kompost nur vorsichtig anzustechen - vielleicht liegt hier noch ein Igel im Winterschlaf. Und das alte Laub unter den Büschen - stört es Sie wirklich so sehr? Es ist nicht nur natürlicher Dünger für den Garten, sondern für den Igel auch ein willkommener Unterschlupf.

Der Igel dankt Ihnen Ihre Fürsorge, indem er Sie bei der Vernichtung unliebsamer Gartenbewohner (Asseln, Schnecken, Würmer etc.) emsig unterstützt.


Noch ausführlichere Informationen erhalten Sie im Internet auf den Seiten:
www.pro-igel.de, www.igelhilfe.de oder direkt beim Tierheim in der Enzgasse 56 in Vaihingen zu den Öffnungszeiten.

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